Seit 10 Jahren gibt es die trendigen Bücher und Alben aus dem Hause Bindewerk. Bereits bei der ersten Präsenz als Aussteller auf der Paperworld 1998 trafen die Produkte genau den Geschmack des (Fach-) Publikums. Daran hat sich bis heute nichts geändert – außer, dass Sortiment und technische Möglichkeiten von Bindewerk deutlich gewachsen sind. Neben gebundenen Büchern sind heute auch Kalender und Fotoalben im Angebot, Geschenkpapiere und Accessoires.

Egal ob Arne Katzbichler das hochwertige Produkt-Sortiment von Benno Lörner Lederwaren aus Würzburg übernimmt oder sich auf der technischen Seite verstärkt durch die Maschinen einer ehemaligen Industrie-Buchbinderei, er bleibt immer seiner Liebe zum fadengebundenen Buch treu. Auch wenn der hochgewachsene jugendlich wirkende Unternehmer durch seinen Vater „vorbelastet“ ist – dieser war Musiker und Antiquar – so verliert er doch sein Ziel nicht aus den Augen: Nämlich handwerklich anspruchsvolle (Blanko-) Bücher zu produzieren, denen weder der tägliche Gebrauch noch unsanfte Behandlung etwas anhaben können. Bestes „made in Germany“ eben, das in vielen Fällen sogar das Prädkat „handmade in Germany“ tragen dürfte. Denn der Anteil von Handarbeit ist hoch bei den Bindewerk-Büchern. Schon ein „normales“ Produkt wie die äußerst beliebten Metallkanten-Bücher kommt leicht auf 14 Arbeitsschritte. Wenn aufwendige Einbände aus Leder gefragt sind, können leicht nochmals fünf weitere Produktionsgänge hinzu kommen.
Zum Glück für den Kunden gilt aber nicht der Trugschluss, Handarbeit = teuer. Gerade bei Auflagen wie Bindewerk sie produziert, ist Handarbeit günstiger als modernste Maschinen. Neben der Liebe zum Produkt ist auch das ein Grund, warum die eigentlich aufwendige Fadenheftung auschließlich in der eigenen Werkstatt hergestellt wird. „Sie ist zum einen deutlich haltbarer als Klebebindung, zum anderen liegen die Bücher planer auf und lassen sich somit leichter benutzen“ erklärt Buchbindermeister Katzbichler. Seinen Beruf hat Arne Katzbichler in München von der Pike auf gelernt. Wenig später hat er eine kleine Handbuchbinderei im Stadtteil Haidhausen übernommen, zu der auch heute noch ein Ladengeschäft und eine komplette Werkstatt gehörten. Zwei Mitarbeiterinnen beschäftigt er hier, die Sonderanfertigungen für das anspruchsvolle Münchner Publikum erledigen, für Agenturen Kleinauflagen fertigen und nebenbei noch das Bindewerk-Sortiment verkaufen.
Die eigentliche Produktion mit insgesamt 600 qm ist mittlerweile nach Prien am Chiemsee umgezogen. Hier, wo andere Urlaub machen, holt sich der bekennende „Landmensch“ Katzbichler seine Inspirationen. Und die fallen offensichtlich alles andere als provinziell aus. Beinahe im Schatten der Alpen und nicht weit vom Chiemsee entfernt, entstehen nun die Bücher, Kalender und Fotoalben, die auch in Ländern wie Österreich, Frankreich, Spanien, den USA oder Japan guten Absatz finden.

Ob Tagebücher, Fotoalben oder Blanko-Bücher in vielen Varianten, Adressbücher, (Schreib-) Hefte oder Leporellos – auch für Bindewerk-Fans gibt es im aktuellen Sortiment viel zu entdecken. Arne Katzbichler und sein Team sind die Gewähr dafür, dass das auch in Zukunft so bleibt. Weder die Alpen noch der Chiemsee haben bisher seine Aufmerksamkeit vom Buchbinden ablenken können – und das wird wohl auch so bleiben!



